„Cacatum non est pictum“ (geschissen ist nicht gemalt) (Heinrich Heine)

Pierro Manzoni, Merda artista

Einen Gipfel künstlerischer Selbstironie erreichte der italienische Konzeptkünstler Piero Manzonio mit seiner Aktion „Merdad’artista, Künstlerscheisse. Im Jahr 1961 füllte er jeweils 30 Gramm seiner eigenen Exkremente in 90 Blechdosen und verschloss sie geruchsfest. Durchnummeriert, wurden sie zum damaligen Goldpreis von 37 US-Dollar verkauft. Angeblich reagierte Manzoni auf seines Vaters Urteil „Deine Arbeit ist Scheiße“; Marcel Duchamp mit seinen Ready mades dürfte als übergroßer Pate im Hintergrund stehen.

Übrigens wurden alle Dosen verkauft und sind heute ­ – wie sollte es anders sein – ein Vielfaches wert.

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