Dieter Krieg – der konzeptionelle Teil seiner Malerei

Dieter Krieg, Spiegelei, 1996 (aus der gleichnamigen Serie)

Dieter Krieg ist die Auftaktausstellung 2013 in der Stuttgarter Galerie Klaus-Gerrit Friese gewidmet Formale Bändigung und Konsequenz im Schaffen des Künstlers stehen dabei im Mittelpunkt, nicht die landläufige Lesart der vermeintlichen Wildheit und Überwältigung seiner Bilder. Die großformatigen Gemälde mit ihrem reliefartig aufgeschichtetem Farbauftrag verleiteten in der Vergangenheit dazu, die auffälligsten Krieg’schen Bildinhalte bloß repitativ, und ihre Monumentalität im Kontext seiner Malerei zu beschreiben. Die formalen Probleme der Malerei inhaltlich zu lese, war Dieter Kriegs malerische Lebensaufgabe. Die Auseinandersetzung mit der selbstverständlich erscheinenden Form des Tafelbilds rückt diese Ausstellung ins Zentrum des Interesses und damit den konzeptionellen Teil seiner Malerei.

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Dieter Krieg (1937-2005) gehört zu den eigenwilligsten und stärksten Persönlichkeiten der deutschen Gegenwartskunst. Bereits 1978 bespielte er den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig und trat eine Professur an der Kunstakademie in Düsseldorf an. Zeit seines Lebens wurde Krieg mit vielen Auszeichnungen geehrt.

Dieter Krieg, Spiegelei aus der Serie 1996

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